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24.09.2007 22:30

Bolivien-Kleidersammlung: Junge Fraulauterner engagieren sich für das Partnerland des Bistums

Unter großem Einsatz führten 14 Helfer die Aktion in der Pfarreiengemeinschaft zum Erfolg.

Die Pfarreiengemeinschaft Saarlouis-Fraulautern sagt Dankeschön:

Unter der Projektleitung von Jörg Federspiel und Patrick Weyand wurde am 23. September die diesjährige Bolivienkleidersammlung in Fraulautern erfolgreich durchgeführt.

Den Fahrern Jörg Federspiel, Patrick Weyand, und Matthias Schmitt sowie den Helfern Jörg Dorchain, Dario Tumminelli, David Schmitt, Janine Fontaine, Denise Riehm-Fontaine, Diana Riehm, Oliver Riehm, Martina und Nadja Fuhs, Niels Grünwald sowie Annika Alles danken wir an dieser Stelle für ihren selbstlosen Einsatz und ihr Engagement.

 

Ein herzliches Vergelt´s Gott sagen wir auch den Fraulauterner Firmen Bauunternehmung Bannweg und Glas Zech sowie der Saarbrücker Firma Saar-Hochdruck für das Bereitstellen der LKWs. Ohne diese Unterstützung wäre die Durchführung der Bolivienkleidersammlung nicht möglich gewesen.

 

Danke auch den Familien Grünwald und Tumminelli sowie Ulla Altmayer für die Salatspenden und Niels Grünwald für die Zubereitung der Rostwürste

Die Bolivienkleidersammlung des Bistums Trier ist eine in Deutschland einmalige Aktion. Rund 1.000 junge Leute sind in jedem Jahr unterwegs, um die bereit gestellten Kleider-Säcke einzusammeln. Seit 1966 fließt der Erlös der Sammelaktion in Entwicklungsprojekte und die Jugendarbeit in Bolivien, dem Partnerland des Bistums Trier.

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) weist darauf hin, dass die Bolivien-Kleidersammlung unter dem Zeichen von „FairWertung“ durchgeführt wird. FairWertung hat soziale, entwicklungspolitische und ökologische Kriterien für die Sammlung und Vermarktung von Gebrauchtkleidung festgelegt und kontrolliert deren Einhaltung.

Hintergrund

Seit 1966 sammeln Jugendliche und jungen Erwachsene um die 2.000 Tonnen gebrauchte Kleidung. Neben dem Spaß, der für die Jugendlichen mit den Kleidersammlungen verbunden ist, sichern die Erlöse der Bolivien-Kleidersammlung die finanzielle Unterstützung der beiden Partnerorganisationen in Bolivien: Die Stiftung „Solidarität und Freundschaft Chuquisaca–Trier“, die über 40 Ausbildungszentren für ca. 2.000 Jugendliche auf dem Land unterhält, und die „Nationalen Jugendpastoral“ Boliviens, die die katholische Jugendarbeit für das ganze Land koordiniert. Vielen Jugendlichen in Bolivien wird so eine Schulbildung ermöglicht, andere machen eine Berufsausbildung, z.B. als Tischler, Schneiderin oder das technische Abitur. In der pastoralen Arbeit werden die Jugendlichen in ihrer Spiritualität und dem Finden ihrer Lebensperspektive unterstützt.

Im Unterschied zu den meisten anderen Sammelorganisationen ist die Bolivien-Kleidersammlung seit 12 Jahren Lizenznehmer von FairWertung. FairWertung ist ein Zusammenschluss von ca. 120 gemeinnützigen Organisationen, der soziale, entwicklungspolitische und ökologische Kriterien für eine faire Sammlung und Vermarktung von Altkleidern und Schuhen entwickelt hat und deren Einhaltung kontrolliert. Denn für sammelnde Organisationen besteht eine Verantwortung nicht nur für die Sammlung, sondern auch für den Verbleib der gesammelten Ware.

Rückblick

Die 60er Jahre

1960: Partnerschaftsvertrag zwischen den Diözesen Trier und Sucre, Bolivien

1966: Erste Bolivien-Kleidersammlung (Rekord-Sammelmenge: 3.500 Tonnen)

Die 70er Jahre

Mitte 70er: Beginn begleitender Info-Veranstaltungen zu Bolivien und Entwicklungspolitik 

1979: Die Bolivienpartnerschaft Trier-Sucre wird mit der höchsten staatlichen Auszeichnung Boliviens versehen, dem „Condor de los Andes“.

Die 80er Jahre

1980: Militärputsch in Bolivien – Bei den Kleidersammlungen werden auch Unterschriften gegen die Militärregierung gesammelt.

1985: Massive Transportprobleme durch die Stilllegung von Güterbahnhöfen

Die 90er Jahre

1993: Besichtigungsfahrten zu Gebrauchtkleider-Sortierbetrieben in Rotterdam

1994: Rekorderlös von 1.396.000 DM durch hohen Kilopreis von 0,69 DM/kg

1995: Der BDKJ wird Lizenznehmer von FairWertung.

1997: Beginn von „Second Hemd und Hose – der alternative Kleidermarkt“ 1999: Einführung zusätzlicher Abgabestellen, der Kleiderpunkte

Die 2000er Jahre

2001: Statt an drei Terminen findet die Kleidersammlung nun an 5 Terminen statt.

2004: Sarker Einbruch bei den Erlösen – Krise auf dem Altkleidermarkt

2005: Die Sammelmenge erreicht nach 11 Jahren wieder die 2.000-Tonnen-Marke.

2006: 40 Jahre Bolivienkleidersammlung

 

 


Von: Gerhard Mayer

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