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06.04.2008 14:26

Gelungene Orgelnacht in Dreifaltigkeit Fraulautern

Eine Orgelnacht der etwas anderen Art begeisterte die Zuhörer.

Prof. Monika Henking, Luzern

Martina Scharfe

Christian Schmitt und Martina Scharfe

Die erste Orgelnacht in der Fraulauterner Dreifaltigkeitskirche zog die Zuhörer über zwei Stunden in ihren Bann. Konnten die Kirchenbesucher doch ihre Orgel wieder einmal richtig "erleben". Klangfarben von himmlischen Sphärenklängen bis zu markig fast bebenden Strukturen erfüllten den Kirchenraum. Wenn auch die vorprogrammierten Registrierungen der Setzeranlage gelöscht waren, führte dieses Dilemma nur zu einer kurzen Verzögerung. Professionalität und routinierter Umgang mit der Technik lösten das Problem.

Der erste Teil des Konzertes war ganz Johann Sebastian Bach gewidmet. Frau Prof. Monika Henking aus Luzern fesselte die Zuhörer mit "Präludium und Fuge in D-Dur", BWV 532, drei Choralbearbeitungen aus den Leipziger Chorälen sowie "Fantasie und Fuge in g-Moll", BWV 542.

In der folgenden Pause konnten die Zuhörer sich an Wein und Kanapees stärken und sich mit den Mitwirkenden unterhalten - eine angenehme Unterbrechung des Programmes.

Christian Schmitt, Orgel und Martina Scharfe, Querflöte konnten im Anschluss mit Johann Sebastian Bachs Sonate für Flöte und Orgel, BWV 1034 und Franz Lachners flehentlich klagender "Elegie" für Flöte und Orgel die Zuhörer in ihren Bann siehen.

Den Abschluss des Konzertes widmete Christian Schmitt Charles-Marie Widor mit "Choral und Final" aus der 7. Sinfonie, der "Wagner-Sinfonie", in der Widor seine meisterhafte Beherrschung der Orgel durch großartige Klangwirkungen und raffinierte Satztechniken demonstrierte und dem weniger bekannten Komponisten Julius Reubke, einem Lieblingsschüler von Franz Liszt, der knapp 25-jährig verstarb. Reubke hat daher nur wenige Werke hinterlassen. Christian Schmitt wählte die Orgel-Sonate in c-Moll, "Der 94. Psalm", in der Reubke das Prinzip der Symphonischen Dichtung auf die Sonate zu übertragen suchte.

 


Von: Dieter Frantz

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