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01.11.2008 17:58

Bericht von der Jugendfreizeit Achenkirch 2008

Acht Tage voller erlebnisreicher Eindrücke und Gemeinschaft.

Nachdem im letzten Jahr die Jugendfreizeit die Messdiener nach Tholey führte, stand für die katholische Jugend- und Messdienergemeinschaft Fraulautern in diesem Jahr ein weiter entferntes Ziel auf dem Programm. Die Vorbereitungen, die maßgeblich von Diakon Walter Quintus geführt wurden, ließ die Vorfreude wachsen. Diese Vorfreude wurde vollends erfüllt und gar übertroffen. Aber nun zu den Details:

Anreise Sonntag, 12. Oktober 2008
Um 8 Uhr trafen alle an der Kirche Hl. Dreifaltigkeit zusammen. Nachdem wir den Segen für unsere Fahrt erhalten hatten, fuhren wir los in Richtung Achenkirch  in Tirol. Nach einer problemlosen Fahrt kamen wir gegen 16 Uhr im Hotel Scholastika an und alle bezogen ihre Zimmer. Nach dem reichlichen Abendessen fielen alle müde ins Bett.

1. Tag Montag, 13. Oktober 2008
Am nächsten Morgen begann unser Tag, wie alle anderen mit einem Frühstücksbuffet und der beliebten Morgenrunde, bei der gebetet, gesungen und der Plan des Tages besprochen wurde. An diesem Tag stand eine Schifffahrt  auf dem Achensee und die Fahrt mit der Dampf-Zahnradbahn auf dem Programm. Nachmittags spazierten wir noch durch den Ort und kamen dabei zu einem tollen Wasserfall, der den Kindern besonders gut gefallen hat. Wieder in unserer Unterkunft angekommen, hatten alle noch ein wenig Zeit zum Spiel oder zum Genießen der letzten Sonnenstrahlen. Nach dem Abendessen endete dieser Tag mit unserer alltäglichen Abendrunde, bei der die Erlebnisse dieses Tages noch mal reflektiert wurden und Vorschau auf den nächsten Tag gehalten wurde.

2. Tag Dienstag, 14. Oktober 2008
An diesem Tag änderten wir aufgrund der Wetterverhältnisse unsere Planung und fuhren ins einige Kilometer entfernte Wörgl zum Schwimmen ins Spaßbad. Ein köstlicher, nasser Spaß, der alle Beteiligten im Wasser, auf den Rutschen, im Wellenbad oder warmen Sprudelbädern die Zeit wie im Fluge vorbeigehen ließ. Die Rückfahrt führte uns zu einem berühmten Museumsfriedhof in Kramsach. Dort erlebt man Zeugen der Vergangenheit, auf denen der Leidensweg altgedienter Ehegatten oder Laster und Schwächen der Menschen treffend beschrieben sind (z.B. "Hier ruhet in Gott Adam Lentsch. 26 Jahre lebte er als Mensch und 37 Jahre als Ehemann."). Mit einem Schmunzeln im Gesicht fuhren wir zurück ins Hotel.

3. Tag Mittwoch, 15. Oktober 2008
Am Mittwoch konnten wir unser Vorhaben endlich wahr machen und uns auf die zweistündige Wanderung zur Köglalm auf 1.432 Metern machen. Dieser anstrengende Aufstieg wurde von allen bewältigt, die den Anstieg in Angriff nahmen – eine tolle Leistung (man weiß erst was man zu leisten in der Lage ist, wenn man es versucht hat).  Ausgerüstet mit einem Lunchpaket und bei wunderschönem Sonnenschein erreichten wir die Alm, wo uns schon eine deftige Brotzeit bei der Alm-Anni erwartete. Der Ausblick der sich von hier oben bot und die Brotzeit ließen die Mühen schnell vergessen lassen. Nach einem Jubiläumsständchen für unseren Diakon Walter Quintus (er feierte am 15. Oktober sein 30-jähriges Dienstjubiläum) machten wir uns wieder auf den Rückweg zum Achensee. Die Wanderung gab auch Gelegenheit zu interessanten Gesprächen zwischen allen Altersgruppen.

Am Abend nach dem Essen folgte noch eine Fackelwanderung zur Kapelle Annakircherl im Ort, wo unser Diakon eine kleine Andacht hielt. So ging auch der dritte Tag zu Ende.

4. Tag Donnerstag, 16. Oktober 2008
Am Donnerstag wurde Innsbruck zum Ziel auserkoren. Auf dem Weg dorthin hielten wir bei den Swarovski-Kristallwelten an und besuchten die Ausstellung. Dann ging es weiter Richtung Innsbruck. Dort angekommen sahen wir uns in der Altstadt unter anderem das „goldene Dachl“ an. Anschließend fuhren wir noch hoch zur Olympiaschanze Bergisel und bestaunten den Mut, den die Skispringer aufbringen müssen. Zugleich bot sich ein imposanter Ausblick auf Innsbruck. Danach ging auch dieser Tag bei einem tollen Abendessen und der abendlichen Runde zu Ende.

5. Tag Freitag, 17. Oktober 2008
Freitagmorgen hatten die Kinder und Jugendlichen Gelegenheit zum Proben ihrer Darbietungen für den folgenden Abschlussabend.  Nach dem Mittagessen, das an diesem Tag beim „Fischerwirt“ eingenommen wurde, machten wir uns auf den Weg zur Gramai-Alm. Die Gramai Alm liegt auf 1.263 Metern Seehöhe im Naturpark Karwendel.  Zuerst fuhren wir durch das schöne Örtchen Pertisau  und danach legten wir den Rest des Weges zu Fuß zurück. Zwischendurch entdeckten wir auf den nahen Bergen auch einige Gemsen. Nachdem wir einen Blick in die Stube einer Käse-Alm werfen konnten und die Kinder auf einem tollen Abenteuerspielplatz sich vergnügen konnten, fuhren wir mit den Autos wieder zum Hotel Scholastika zurück.

6. Tag Samstag, 18. Oktober 2008
Am letzten Tag unseres Aufenthaltes fuhren wir nach Stans und machten uns auf den abenteuerlichen Weg durch die „Wolfsklamm“. Mehrere hundert Stufen, Holzstege und in Fels geschlagene Galerien führen hinauf zum Wallfahrtskloster St. Georgenberg. Reißende Wassermassen, das Tosen des Stanser Baches und schwankende Brücken ließen diese Wanderung zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Im Anschluss an die Klamm ging es den Pilgerweg nach St. Georgenberg weiter. Das Kloster St. Georgenberg entstand aus einer Einsiedelei, die bereits im Jahr 950 das erste Mal schriftlich erwähnt wird. St. Georgenberg ist ein Ort der Kraft und ein Zentrum der Ruhe.

Nach einer Pause und der Besichtigung der Kirche machten wir uns wieder an den Abstieg durch die „Klamm“. Unten angekommen fuhren wir zum Berg Rofan und fuhren mit der Rofan-Seilbahn in Maurach auf 1.832 Meter hoch. Bei strahlendem Sonnenschein konnten wir den „fliegenden Adlern“ zuschauen und einen weiten Blick über schneebedeckte Gipfel genießen. Wieder unten angekommen fuhren wir zurück in unsere Unterkunft und begannen mit dem Packen für den nächsten Tag.

Am Abend endete dieser Aufenthalt mit einem tollen Abendessen. An dieser Stelle sollte Sabine, unsere „Wirtin“, sowie die ganze Familie erwähnt werden, die uns die gesamte Zeit sehr gut verpflegte.

Nun folgte der krönende Abschluss. Alle Reiseteilnehmer hatten etwas vorbereitet, das sie zum Besten gaben. Hier konnte man verborgene Talente erkennen. Es wurden selbst erfundene Märchen vorgetragen, Tänze vorgeführt, Fernsehsendungen (Tagesschau, Talk-Shows) imitiert und ein Theaterstück auf die Bühne gebracht. Die Pausen wurden durch Entertainer mit Witzen gefüllt. Die Zeit verging im Flug und alle gingen ins Bett, um eine letzte Nacht in Tirol zu schlafen.

Rückfahrt, Sonntag, 19. Oktober 2008
Sonntagmorgen begannen wir unsere Rückreise mit dem Besuch des Gottesdienstes der Kirche in Achenkirch. Als wir losfuhren waren die meisten traurig, dass diese schöne Woche nun vorbei war, aber man freute sich auch auf Zuhause – Mama und Papa wieder zu sehen.  Bei wunderbarem Wetter, nach einem kleinen Abstecher nach Wildbad Kreuth, kamen wir nach acht Stunden Fahrt gesund und müde wieder in Fraulautern an.

Jetzt wurden die Kinder mit freudestrahlenden Gesichtern von ihren Eltern in Empfang genommen.

 Was bleibt von dieser Reise:

      Es war eine wunderschöne, lehrreiche Gemeinschaft. In den Morgen- und Abendkreisen konnte diese Gemeinschaft  für Alle (Kinder, Jugendliche und Betreuer) in besonderer Art und Weise erlebt werden. Probleme, die es gab, wurden diskutiert und mancher Teilnehmer hat gelernt, den Schwächeren in der Gruppe zu helfen, anstatt sich lustig zu machen. Acht Tage lang standen andere Themen im Mittelpunkt. Wir haben alle viele neue Eindrücke mitgenommen. Die (vielleicht) neue Erkenntnis, dass es acht Tage ohne Fernsehen, Nintendo DS, Computer geht und vor allem, dass es keiner vermisst hat.

Der unbedingte Wille im nächsten Jahr wieder dabei sein zu wollen.

Im Namen aller Kinder und Jugendlichen wollen wir uns hier ganz herzlich bei unserem Diakon Walter Quintus und seiner Frau Marlene für die Organisation und Führung unserer Reise bedanken. Er hat diese wunderbaren Tage möglich gemacht. Der Termin für das nächste Jahr steht bereits. Die Fahrt wird in den Sommerferien vom 09. bis 16. August 2009 stattfinden. Da wir bei weitem noch nicht alles gesehen haben, wollen wir den Achensee wieder ansteuern. Dazu laden wir bereits heute alle Kinder und Jugendlichen aus Fraulautern ein. Das Betreuer-Team freut sich heute schon.

 

Von: Giovanni und Heike Gattone


Von: Giovanni und Heike Gattone

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