Sie sind hier: Startseite / 
Seite drucken
20:11:2017

Keine News in dieser Ansicht.

16.04.2006 14:50

Ungewohnte Klänge im Gotteshaus

Orgelspiel, Percussion und Sologesang formten ein musikalisches Ereignis.

Michael Gärtner, Marimba

Um die vor fünf Jahren gebaute Link-Orgel noch stärker als bisher in das kulturelle Leben einzufügen, hat der Fraulauterner Orgelbau-Förderverein - wie berichtet - für 2006 fünf Konzerte vorbereitet.

Das zweite Konzert lieferte den eindrucksvollen Beweis dafür, was die Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit zum Kulturleben beiträgt. Diesmal kündigte Gerd Hawner als Vorsitzender des Fördervereins nicht nur drei junge Künstler, sondern auch ein Programm an, das man nur selten in dieser Kompaktheit erleben kann. Zu hören waren der aus Erbringen stammende 30-jährige Kirchenmusiker Christian Schmitt, Orchestermusiker und Percussionist Michael Gärtner, 37, aus Neumarkt und Sopranistin Paula-Maria Kunz, 23, aus Saarlouis.

Den Auftakt besorgten Schmitt und Gärtner mit Camille Saint-Saens aufrüttelndem "Danse macabre". Johann Sebastian Bachs "Ich folge Dir" aus der Johannes-Passion, das Schmitt und Kunz - ebenso wie die später ins Programm eingeflochtene Mozart-Komposition "Vendrai carino" - darboten, ließen das Lauschen zu einem Vergnügen werden. Erwähnung verdiente auch Hugo Wolfs "Du denkst mit einem Fädchen" aus dem Italienischen Liederbuch. Unvergessen dürfte Paul Smadbecks "Rhythm Song" für Marimba in einer ansprechenden Bearbeitung von Gärtner bleiben, mit dem der Künstler dem abendlichen Erlebnis in der Fraulauterner Pfarrkirche ein besonderes Glanzlicht aufsetzte.

Auch der Orgelchoral von Cäsar Franck und die von Schmitt und Gärtner bearbeiteten Teile aus "Bilder einer Ausstellung" von Mussorgski vertieften das Erlebnis dieses mit langem Applaus bedachten Konzertes.

Nächstes Orgelkonzert ist am Sonntag, 28. Mai 2006, 19.00 Uhr mit Professor Rudolf Lutz (Basel) an der Link-Orgel.


Von: hle - SZ/Dieter Frantz

einen Kommentar schreiben zu dieser News