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11.03.2007 12:04

Viele Helferstunden im Kirchturm "Hl. Dreifaltigkeit" / Weitere Investitionen zum Erhalt erforderlich

Viele kleine Schritte zur Sanierung / Spendenaufruf zur Fortsetzung der Arbeiten.

Keine Ghostbusters, sondern Taubenjäger: Gerhard Mayer, Heinrich Bernart und Helmut Wirth. Nicht im Bild: Norbert Zech.

Der beauftragte Dienstleister zur Instandsetzung der defekten Glocke weigerte sich, seine Arbeiten durchzuführen.

Inzwischen knöcheltief aufgetürmte Ablagerungen auf Glocken, Boden und Gebälk.

Mission Taubenkot: Ohne Schutzkleidung und Atemmasken war es nicht lange auszuhalten.

Die ungebetenen Gäste hinterließen vierzehn Säcke jeweils zur Hälfte gefüllt mit trockenem Dreck.

Eigentlich steht die Dreifaltigkeitskirche jedem und jederzeit offen. Doch die Hinterlassenschaften der unzähligen Tauben im Kirchturm übersteigen jede christliche Hilfsbereitschaft. Jetzt wurde ausgemistet. 

Schutzkleidung musste her, als vier Gremienmitglieder der Pfarrei "Hl. Dreifaltigkeit" ihren Dienst antraten. Der Taubenkot sollte raus aus dem Kirchturm. Sie sahen aus wie Ghostbusters. Zu Recht: Denn ohne Schutzkleidung und Atemmasken war es im stinkenden Glockengeschoss nicht lange auszuhalten. Tote Tiere und die vielen Ausscheidungen reizen die Haut und sind voller Keime und Bakterien.

Während dem fast sechstündigen Einsatz wurden Boden und Gebälk von inzwischen knöcheltief aufgetürmten Ablagerungen befreit. Die ungebetenen Gäste hinterließen vierzehn Säcke jeweils zur Hälfte gefüllt mit trockenem Dreck.

Die Reinigungsaktion wurde notwendig, als sich der beauftragte Dienstleister zur Instandsetzung der defekten Glocke weigerte, seine Arbeiten unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen durchzuführen.

Bereits seit Beginn 2004 ist die Pfarrgemeinde dabei, in vielen kleinen Schritten den Kirchturm der Dreifaltigkeitskirche - soweit es die finanziellen Mittel erlauben - zu sanieren.

Die defekte Kirchturmuhr konnte inzwischen wieder in Gang gesetzt werden. Eine neue Uhrensteuerung wurde angeschafft. Die Uhranzeige an den vier Turmseiten funktioniert wieder. Im Innenbereich der Turmanlage wurde fanden umfangreiche Säuberungs- und Sanierungsarbeiten statt.

Die Beseitigung der Hinterlassenschaften der großen Vogelpopulationen der letzten 20 Jahre hat die Helfer vor eine große Herausforderung gestellt. In einem weiteren Teilschritt wurden durch das Engagement von ehrenamtlichen Helfern in über 200 Helferstunden engmaschige Gitternetze angebracht, um ein zukünftiges Eindringen von Vögeln zu unterbinden. Daneben wurde die Säuberung der Glocken und Glockenantriebe in Angriff genommen und ein neuer Bitumenanstrich auf der Etagenplattform aufgetragen, um das weitere Eindringen von Feuchtigkeit im Mauerwerk zu unterbinden.

Neben den vielen Helferstunden waren alle Arbeiten nur möglich, weil auf kleinere und größere Geldspenden von Pfarrmitgliedern, Gönnern und Förderer zurückgegriffen werden konnte. Hierfür bedankt sich die Pfarrei ausdrücklich.

Dennoch bleibt festzustellen, dass es noch eine ganze Reihe von notwendigen Arbeiten für die weitere Zukunft gibt. Die Glockenanlage ist nur noch zum Teil funktionsfähig. Motore und Antriebe müssen teilweise erneuert bzw. generalüberholt werden. Nur so ist das Läuten der Anlage mit allen Glocken zukünftig noch möglich. Substanzerhaltende Betonmaßnahmen am Brückenübergang von der Kirche zum Turm sind mehr als überfällig.

Auch die weiteren Arbeiten sind nur möglich, wenn wir auch zukünftig auf großherzige Geldspenden und Unterstützung zählen können. Dazu hat die Pfarrgemeinde „Hl. Dreifaltigkeit“ ein Spendenkonto bei der Volksbank Saarlouis (BLZ 593 901 00) unter der Kontonummer 1000 34 57 05 eingerichtet.

Aufgerufen sind alle Bürgerinnen und Bürger unserer Pfarrgemeinde, aber auch alle sportlichen und kulturelle Vereine sowie alle im näheren und weiteren Umfeld der Kirche stehenden Menschen. Sollten Sie sich zu einer kleineren oder größeren Spende zur weiteren Sanierung entschließen können, sagen wir bereits heute ein herzliches Dankschön und Vergelt’s Gott.

Hintergrund

Die Symbolik des Kirchturms ist vielfältig. Er markiert das Ortszentrum und ist prägender Blickfang eines jeden Ortsbildes. Im biblischen Kontext steht der Turmbau zu Babel (Gen 11): Die Menschen wollten in den Himmel steigen, Gott nahe sein, sein wie Gott ("Himmelsleiter", Gen 28). Als Träger der Glocken verschafft der Turm mit akustischen Signalen der Kirche und der politischen Gemeinde Hörbarkeit. Die weithin sichtbare Kirchturmuhr mit ihrem weithin hörbaren Stundenschlag regelte früher und zum Teil auch noch heute das öffentliche Leben, die Arbeitszeit und den Wirtschaftsverkehr.

 


Von: Helmut Wirth

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