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30.09.2007 12:00

100 Jahre Obst- und Gartenbauverein: Pontifikalamt an Erntedank

Festgottesdienst mit Weihbischof Brahm am 07. Oktober.

Das Erntedankfest wird gefeiert, um sich bei Gott für die Ernte zu bedanken.

Aus Anlass des 100-jährigen Bestehens des Obst- u. Gartenbauvereins Fraulautern e.V. zelebriert Weihbischof Robert Brahm am Sonntag, 07. Oktober 2007 in der Dreifaltigkeitskirche ein Pontifikalamt. Der Festgottesdienst zum Erntedankfest beginnt um 10.00 Uhr und wird vom Kirchenchor mitgestaltet.

Die Milch kommt aus der Flasche, eine Vielzahl von Gemüsen aus der Dose, Fisch und Fleisch aus der Tiefkühltruhe. Die Bitte um das tägliche Brot hat angesichts der hoch entwickelten Nahrungsmittelindustrie in den Ländern des Westens keine existentielle Bedeutung mehr. Industrie und Chemie produzieren in unserer Landwirtschaft immer höhere Erträge. Butterberge und Überproduktion von Obst und Gemüse haben jeden Gedanken an Not und Sorge um eine gute Ernte verdrängt. Das Wort „Hunger“ ist offenbar exotisch geworden.

Und doch dankt die Kirche am Erntedankfest Gott für die Gaben der Schöpfung. Schließlich gilt unverändert die alte Volksweisheit: „An Gottes Segen ist alles gelegen“. Selbst in einer Zeit industrieller Produktionsweisen in der Landwirtschaft ist es für die Menschen in den reichen Ländern der Welt sinnvoll, zum Abschluss der Ernte dafür Dank zu sagen, dass ausreichend Nahrung für alle da ist. Daran will der Erntedank-Sonntag erinnern.

Selbst wenn wir uns noch so sehr bemühen: Wir haben die Schöpfung nicht unter Kontrolle, können Wachstum und den Erhalt der Natur nicht garantieren. Sie werden uns geschenkt. Heute sagen wir Danke für alles, was wir „geerntet“ und geschenkt bekommen haben: Nahrung und Freunde, Wohnung und Kleidung, Gesundheit und Gelingen.

 

Dankgebete

Unsere Ernte ist reicher als wir denken:

Glaube und Nächstenliebe,

Glück und Gesundheit

sind ebenso Lebensmittel,

die Gott uns schenkt,

die nicht selbstverständlich

immer da sind.

 

Herr, wir danken dir für alles Schöne,

das uns in deiner Schöpfung begegnet.

Wie verschwenderisch bist du, Gott,

wenn du uns Freude schenken willst.

Bewahre uns davor,

dass wir alle Freude für uns allein haben wollen

und anderen deine Geschenke vorenthalten.

Lass uns sorgsam mit der Schöpfung umgehen,

mit Wald und Ackerland,

mit Feld und Blumengarten,

mit Wasser und Bodenschätzen.

Mit Tieren im Wasser, auf dem Land und in der Luft.

lass uns sorgsam damit umgehen,

aber nicht sorgenvoll und ängstlich,

als dürften wir deiner Fürsorge und Liebe nicht sicher sein!

Lass uns über deiner herrlichen Schöpfung

dich, den Schöpfer, nicht vergessen,

über dem Vergänglichen nicht das Unvergängliche.

Das Welken der Blumen,

das Verenden der Tiere,

ja das Vergehen so vieler Dinge,

an denen wir Freude hatten,

können wir verschmerzen,

wenn wir auf das schauen, was bleibt:

auf dich,

auf deine Verheißungen,

auf deine treue Liebe.

Wir freuen uns schon darauf,

wenn deine Verheißungen aufleben werden,

prachtvoll,

überraschend,

beglückend. Amen.

 

Gott, gütiger Vater,

du schenkst uns Wiesen und Wälder,

Äcker und Auen, Seen und Flüsse,

Blumen und Bäume, Täler und Berge.

Du schenkst uns deine Erde zum Wohnen,

damit wir geborgen sind in der Landschaft, die uns umgibt.

Wir danken dir für die Erde, auf der wir gehen.

Wir danken dir für die Erde, von der wir leben.

Wir danken dir für die Landschaft,

die unser Herz erfreut.

Es sind die Zeichen deiner Liebe, die uns umgibt.

Lass sie uns tagtäglich neu entdecken

und uns daran erfreuen.

Denn alles hast du wohl bereitet und geschaffen,

deine Erde uns zum Wohnen gemacht. 

 


 

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