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21.05.2010 21:45

Kirchenmusik an Pfingsten

Feierliche Gestaltung in Hl.Dreifaltigkeit und St. Josef

Kirchenchor St. Josef

An Pfingstsonntag, 23. Mai, wird der Kirchenchor zusammen mit Chorios Teile aus der Südtiroler Messe und der Mainzer Messe von Thomas Gabriel singen. Thomas Gabriel wurde in Essen geboren; dort studierte er katholische Kirchenmusik an der Folkwang-Hochschule. Nach A- u. Konzertexamen war er als Regionalkantor in verschiedenen deutschen Bistümern tätig, seit 1998 wirkt er als Regionalkantor im Bistum Mainz für die Dekanate Offenbach, Rodgau und Seligenstadt an der Einhard-Basilika St. Marzellinus und Petrus in Seligenstadt.
Die „Südtiroler Messe“ entstand als Auftragskomposition des Verbandes der Kirchenchöre Südtirols. Der Wunsch der Auftraggeber war, den Chören eine Messe an die Hand zu geben, die Kinder/Jugendchöre und Erwachsenenchöre gleichermaßen beteiligt. Auf diese Weise soll die Messe dem Phänomen „Spartengottesdienst“, was ja letztlich zu einer Trennung innerhalb der Gemeinde führt, entgegenwirken. Die Texte des Südtirolers Bernhard Oberparleiter, motivieren in ihrer ehrlichen und kritischen Grundhaltung, eine Musiksprache zu suchen, die schnörkellos, aktuell und liturgisch ist. Die Beteiligung von Erwachsenen und Kindern fordert heraus, weil man hier zwar auf verschiedenen Ebenen spricht, aber doch das Gleiche meint. Kompositorisch sind so leichtere Linien für die Kinder entstanden, deren Texte auch eher unbefangen sind, und für den gemischten Chor komplexere Strukturen, die die in den Texten aufgeführten Problematiken, in die der heutige Mensch geraten kann und immer wieder gerät, widerspiegeln.
Der strenge fünfsätzige Aufbau des Ordinarium Missae wird in dieser Messe beibehalten, die Incipits mit lateinischem Text vertont. Mehr hat dieser Geniestreich von Thomas Gabriel aber auch nicht mit einer üblichen Messe gemeinsam. Der Text ist in deutsch gehalten, die Reimform ermöglicht das leichte Nachvollziehen der textlichen Aussage. Ganz wichtig ist jedoch die musikalische Sprache, die in der bereits bewährten Form von Gabriel umgesetzt wird und die die ausgetretenen Pfade einer Messvertonung verlässt. Die Intention des Textes wird aus neuer Sichtweise heraus umgesetzt, die Tonsprache bleibt dabei aber stimmig.
Wichtig für Gottesdienstbesucher: Da die Gemeinde zum Mitsingen eingeladen ist, werden vor der Messe die relevanten Teile einstudiert. Gesamtleitung: Christian Schwarz.
 
Kirchenchor Hl. Dreifaltigkeit
Pfingstsamstag, 22. Mai 18.00 Uhr
Der Kirchenchor wird die Messe feierlich umrahmen. Zur Aufführung kommt die Messe brève no. 7 in C von Charles Gounod. Gounod, Sohn eines

Malers, erhielt bereits früh Musikunterricht von seiner Mutter, einer Pianistin. Er studierte zunächst privat bei Anton Reicha und ab 1836 am Pariser Konservatorium bei Jacques Fromental Halévy, Jean Francois Lesueur und Ferdinando Paer. 1839 erhielt er den Prix de Rome für seine Kantate „Ferdinand“ und reiste nach Italien, um die Musik der alten Meister, vor allem Palestrinas, kennen zu lernen. 1842 verließ er Rom Richtung Wien und gelangte 1843 über Berlin und Leipzig wieder nach Paris. Nach seiner Rückkehr wurde Gounod Kirchenkapellmeister und Organist in Paris. Er wollte eigentlich Kleriker werden und studierte dementsprechend von 1846 bis 1848 an Saint-Sulpice. Doch schließlich wandte er sich der Opernkomposition zu, wenn auch seine erste Oper „Sappho“ kein großer Erfolg war. Erst seine Oper „Faust“ brachte ihm 1859 den Durchbruch als angesehener Komponist und blieb bis heute sein Meisterwerk. Gounod komponierte auch die “Inno e Pontificale“, die heutige Hymne des Vatikan. Zu hören sein wird auch die Motette „Veni creator spiritus“ von Jean Baptiste Hilber.


 

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