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13.05.2007 12:30

500 Jahre nach der ersten Zeigung: Heilig-Rock-Wallfahrt im Jahr 2012

Bischof Marx: „Gerade jetzt brauchen wir den Blick auf Jesus Christus“.

Der Glasschrein in der Heiltumskammer - Aufbewahrungsort einer der bedeutendsten Reliquien der Christenheit.

Im Jahr 2012 findet eine große Wallfahrt zum Heiligen Rock nach Trier statt. Das hat der Trierer Bischof Dr. Reinhard Marx am 29. April, am Ende der Heilig-Rock-Tage, dem Bistumsfest der ältesten Diözese Deutschlands, in Trier bekannt gegeben. 500 Jahre nach der ersten Wallfahrt zum Heiligen Rock soll die Wallfahrt im Jahr 2012 nach Aussage des Trierer Bischofs helfen, „Zeuginnen und Zeugen Jesu Christi zu werden.“

Der Heilige Rock ist eine der bedeutendsten Reliquien der Christenheit. Die Tunika Christi, sein ungeteiltes Gewand, wurde – so berichtet es das Johannesevangelium – nach der Kreuzigung Jesu unter den Soldaten verlost. Die Überlieferung besagt, dass die heilige Helena, die Mutter des römischen Kaisers Konstantin, den Heiligen Rock vom Heiligen Land nach Trier gebracht hat. Der ersten Wallfahrt von 1512 folgten weitere, zunächst jährlich, dann in – auch durch Kriege und politische Auseinandersetzungen bedingt – sehr unterschiedlichen, aber längeren zeitlichen Abständen. Zur letzten Wallfahrt im Jahre 1996 kamen unter dem Motto „Mit Jesus Christus auf dem Weg“ rund 700.000 Pilger aus aller Welt.

Bischof Marx machte bei der Bekanntgabe der Wallfahrt deutlich, dass es für ihn, auch wenn 16 Jahre ein relativ kurzer Zeitabstand zur letzten Wallfahrt seien, eigentlich undenkbar gewesen sei, das 500-jährige Jubiläum der ersten Wallfahrt zu übergehen: „Ich bin der Überzeugung, gerade jetzt brauchen wir den Blick auf Jesus Christus, dessen ’letztes Hemd’ im Dom zu Trier Hinweis auf sein Leben, sein Sterben, seine Auferstehung ist.“ Der christliche Glaube könne nur wieder stärker Kraft und Profil gewinnen im Zeugnis für Jesus Christus. „Dieser Jesus lebt und wirkt hier und jetzt in seiner Kirche durch die Kraft des Heiligen Geistes. Durch ihn haben wir Zugang in das Geheimnis der unzerstörbaren Liebe Gottes. Dieses Evangelium von Jesus Christus, die Frohe Botschaft, ist nicht überholt, sie ist faszinierend wie vor 2000 Jahren“, sagte der Bischof. Die Welt werde ärmer und kälter, wenn die „befreiende Botschaft Jesu“ nicht mehr vernommen und öffentlich bezeugt werde. Der Heilige Rock werde im Trierer Dom bewahrt wie ein sehr kostbares Erbe, „weil er uns mit der Geschichte des Lebens Jesu verbindet und Zeichen ist für die Sammlung des Volkes Gottes.“ Seit vielen Jahrhunderten pilgerten unzählige Gläubige zur Tunika Christi, die die Menschen in der Erinnerung an das Geheimnis des Glaubens zusammenführe.

Angesichts der großen Herausforderungen, vor der die Kirche in Deutschland und auch im Bistum Trier stehe, gehe es letztlich um einen „Aufbruch im Umbruch“. „Maßstab und Quelle für unser Wirken kann nur Jesus Christus selbst sein. Deshalb hoffe ich auch, dass die Vorbereitung auf die Heilig-Rock-Wallfahrt und dann die Wallfahrt selbst helfen, unsere notwendigen Veränderungen vom Evangelium her zu gestalten und das Volk Gottes neu zu sammeln für eine wirkliche Neu-Evangelisierung unseres Landes“, sagte Bischof Marx. Er kündige die Wallfahrt bereits jetzt an, damit genügend Zeit bleibe, sich auf das Ereignis vorzubereiten. „In den nächsten Monaten werden wir über das Leitwort und den Zeitraum der Wallfahrt nachdenken, und ich hoffe, dass wir am Ende des Jahres dann genaue Informationen geben können“, stellte der Bischof in Aussicht.

Weitere Informationen zum Heiligen Rock und zur Geschichte der Heilig-Rock-Wallfahrten finden sich auf der Internetseite des Bistums Trier.

 


 

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