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TERMINE
Pfarreienratssitzung
am 14.10.2010
um 20:00 Uhr
bis 14.10.2010
um 23:00 Uhr
Wo: Josefssaal im Pfarrheim St. Josef, Fraulautern
Verwandte Themen:
3-Minuten Bibel
An dieser Stelle bietet unser Lektorenkreis in regelmäßigen Abständen einen kurzen Beitrag mit Gedanken zu einer ausgewählten Bibelstelle an.
Allen Leserinnen und Lesern wünschen wir viel Freude mit den Texten. Über Rückmeldungen freuen wir uns.
aus
Werner Küstenmacher:"Die 3-Minuten Bibel"
DEUTERONOMIUM 6, 4-5
________________________________________________________
Höre Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein.
Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von
ganzem Herzen, von ganzer Seele von ganzem Gemüt
und mit all deinen Kräften.
________________________________________________________
>> DIE KIRCHE IST IN DER KRISE, WEIL SIE SO
ALTMODISCH IST. <<
Q U A T S C H !!!!!
________________________________________________________
Mir wird immer klarer, was der wahre Grund ist für die Müdigkeit
in unserer Kirche. Es liegt nicht an den falschen Managementmetho-
den, es liegt nicht an der Kirchensteuer oder der Konkurrenz der
Medien. Der Grund ist die mangelnde Erfahrung der Liebe Gottes.
Die ist durch nichts zu ersetzen.
Gottesliebe, die lernst man nicht im Unterricht und nicht im
Theologiestudium. Gottesliebe lernt man vielleicht nachts unter
dem Sternenhimmel, wenn man die Unendlichkeit des Universums
ahnt und den Schöpfer, der das gemacht hat. Gottesliebe lernt
man vielleicht, wenn man sich seine Hand ansieht und über dieses
Wunderwerk staunt und plötzlich ganz begeistert ist von der
Kraft, die das geschaffen hat. Gottesliebe lernt man vielleicht,
wenn man ein Musikstück hört und es Resonanz hervorruft in einem
selbst und man die Verbindung ahnt zwischen den Schallwellen
und dem Ohr und dem Gehirn und dem, der beides aufeinander
hin konstruiert hat. Wie herrlich ist das, wie liebenswert, wie
wunderschön und wie nah! Und wie stolz kann ich drauf sein,
den Schöpfer von alldem zu kennen! Unsere Seele will die Kirche
jetzt voll haben und die wunderbare Gemeinschaft der Gemeinde
Jesu erleben, nicht später im Himmel oder sonstwo. Die Liebe
will jetzt den Kuss und die Umarmung, nicht später. Sie will,
dass die Gemeinschaft passiert und bleibt und weiter wächst.
Sie will Zukunft.
Das Reich Gottes ist nicht nur gegenwärtig und zukünftig,
sondern es reicht auch zurück in das, was war. Es ist verbunden
mit der Geschichte Gottes mit seinem Volk, mit dem Zug der
Christen durch die Jahrhunderte. Es gibt Kirchen und Kathe-
dralen in diesem Land, Kliniken und Kindergärten, Zeugnisse
großer Gottes- und Nächstenliebe. Wir müssen sie nicht neu er-
finden.
Wir sind Teil des großen Pilgerstroms. Wir laufen am Schluss des
Zuges, weil wir als Letzte kamen. Aber wir werden von den
Pilgern der Vergangenheit bis nach vorne durchgereicht, und man
klopft uns auf die Schultern und sagt uns: Geht jetzt ihr voran.
Ihr habt die besten Augen. Ihr habt die frischen Herzen. Führt
uns weiter. Marschiert ihr jetzt an der Spitze. Unseren Segen
habt ihr. Das ist die Versöhnung von Tradition und Erneuerung,
von Restauration und Reformation. So sind wir Pilger der Tradition
und gleichzeitig Pfadfinder der Zukunft. Wir wären schlechte Führer,
wenn wir uns dabei bloß im Kreis bewegen und nicht Neuland er-
schließen würden.
Wir tragen dabei den Traum von einer neuen Zukunft Gottes
mitten unter uns. Die Zukunft Gottes zu finden, ist eine
Entdeckung. Sie kommt nicht von außen. Sie ist schon da
und sie wartet gespannt und unendlich geduldig darauf, dass
wir sie finden.
für Sie ausgewählt von
Willi Kaufmann
